Archiv

Juni 2019

EU- Schulernährungsprogramm

Grundschüler aus Binz besuchen den Landwirtschaftsbetrieb Meerkötter

 

Wie viel Futter braucht eine Kuh pro Tag, wie setzt sich das Futter zusammen und vor allem – wie viel Milch macht eine Kuh daraus? Diese und viele weitere Fragen wurden den Schülern der Klasse 2a und 2b der Grundschule Binz am Montag im Landwirtschaftsbetrieb Meerkötter beantwortet. Grit und Uwe Meerkötter nahmen sich Zeit, um die Klassen auf ihrem Betrieb in Siggermow herumzuführen. Unter dem Motto „Lernen auf dem Bauernhof“ wurden den Schülern die Ställe und Weideflächen der Tiere gezeigt. Besonders beliebt der Kälberstall – hier füttern und streicheln die Kinder die Tiere, die teilweise erst einen Tag alt sind. Neben den Schülern staunen auch die beiden betreuenden Lehrerinnen über den Melkroboter im Stall der Meerkötters – so etwas haben sie noch nie gesehen. Nachdem die Kinder nun erlebt hatten, wie die Kuh vom Roboter gemolken wurde, gab es eine kurze Trinkpause, natürlich mit frischer Milch und dann folgte ein Ausflug auf den Acker, um die verschiedenen Getreidesorten zu entdecken. Hier hörten alle Kinder ganz gespannt zu, denn das Thema „Getreide“ steht direkt nach den Ferien auf dem Lehrplan.

 


 

April 2019

Wettstreit der Besten am Melkstand

Milchkontrollverein und Bauernverbände luden zum Leistungsmelken ein

 

Die Kühe im Stall der Agar-Produktions- und Vertriebsgenossenschaft (APV) Samtens/Rügen e.G. stehen in ihren Boxen und warten geduldig. Dabei ist heute auch für sie kein gewöhnlicher Tag ist. Denn beim traditionellen Kreis-Leistungsmelken ist mehr Trubel auf dem Melkstand als sonst. Neben den Melkern stehen noch Wettkampfrichter und Beobachter in den Gängen, die  aufmerksam das Geschehen verfolgen. Das Kreisleistungsmelken wird jährlich vom Landeskontrollverband durchgeführt. Die Bauernverbände Rügen und Nordvorpommern setzen sich als Co-Organisatoren gemeinsam den Hut auf. „Mit dem gemeinsamen Engagement wollten wir die rückläufigen Teilnehmerzahlen stoppen“, blickt Christin Karbe, Geschäftsführerin des Bauernverbandes Rügen, zurück. Das sei über die vergangenen Jahre gelungen. 22 Teilnehmer haben sich in diesem Jahr für den Kreis-Wettbewerb angemeldet. Das Gros der Bewerber – nämlich 18 Frauen und Männer – kam von der Insel Rügen, vier waren vom nordvorpommerschen Festland angereist.

Insgesamt müssen die Teilnehmer beim Leistungsmelken ihr Können in drei Disziplinen unter Beweis stellen. Dabei geht das Melken den meisten Wettkampfteilnehmern am leichtesten von der Hand. Zehn Kühe muss jeder versorgen. Für den Wettbewerb seien aus der Herde die ruhigsten Tiere vorsortiert worden, erklärt Grit Heiforth, Herdenmanagerin der gastgebenden APV Samtens/Rügen. So läuft alles wie am Schnürchen: Vormelken und Zitzen reinigen, das Melkgeschirr anlegen. Bei den meisten Teilnehmern sitzen die Handgriffe – obwohl die Stoppuhr im Nacken und der Blick der Wettkampfrichter schon für erhöhten Puls sorgen. Dann saust die Milch durch die Schläuche.

Deutlich stärker bringt der anschließende Zelltest die Wettkämpfer ins Schwitzen. Hierbei gilt es, eine zuvor gemolkene, genau abgemessene Milchprobe zu analysieren. Nicht wenige  Wettkämpfer verlieren hier wertvolle Punkte und verpassen damit ihre Chance auf einen Platz auf dem Siegertreppchen.  

Beim dritten Prüfungsteil wird das theoretische Wissen der Melker abgefragt.  20 Fragen müssen sie beantworten. Da geht es um den Besamungsindex, den Anteil der Milch, der in Alveolen gelagert ist, oder die Frage nach den Kosten in der Milchproduktion. Die Prüflinge konnte das alles nicht schocken. „Sie hatten sich in diesem Jahr echt gut vorbereitet“, freut sich Christin Karbe.

Am Ende holte sich Mathias Lange von der ADAP Ahrenshagen den Gesamtsieg: Insgesamt 150 Punkte gaben ihm die Wettkampfrichter. Damit holt er den Pokal, den seit vielen Jahren Melker von der Insel Rügen in ihrem Besitz hatten, aufs Festland. „Das wollen wir im nächsten Jahr natürlich rückgängig machen“, schmunzelt die Rügener Bauernverbandschefin und spielt damit auf den kreisinternen Wettstreit zwischen Insulanern und den Teilnehmern vom Festland an.

In der Gruppe der Facharbeiter bis 25 Jahre landete Vorjahresgesamtsieger Oliver Klühs von der APV Samtens/Rügen e.G. mit 144 Punkten auf dem ersten Platz. Er verwies Christoph Stiehm (Gut Voigtsdorf/132 Punkte) und Marcel Elsner (ADAP Ahrenshagen/128 Punkte) auf die Plätze 2 und 3.

Bei den „alten Hasen“, den Teilnehmern über 25 Jahren, erkämpften sich Maria Zendt /APV Samtens/ 143 Punkte und Daniel Hesse (Agrargenossenschaft Neklade/137 Punkte) neben dem Gesamtsieger Mathias Lange einen Platz auf dem Siegertreppchen.

Hoffnungsvoll das Abschneiden der Azubis: Hier siegte Manuel El Medaghri (APV Samtens/145 Punkte) vor Martin Mielke (APV Samtens/144Punkte). Bronze schnappte sich Dennis Mikitta (Agrargesellschaft Gustow/134 Punkte.

Die Kreissieger Mathias Lange (Altersklasse ü25) und Manuel El Medaghri (Altersklasse u25) werden im Jahr 2020 im Landeswettbewerb antreten.

 


 

September 2018

27. Erntefest der Insel Rügen

 

Das Erntefest ist jedes Jahr ein Höhepunkt unserer Verbandsarbeit und aus der Region nicht mehr wegzudenken.

Obwohl unsere Landwirte von der Dürre geplagt sind, wollen wir an der Tradition festhalten und so wurde auch in diesem Jahr unser traditionelles Erntefest gefeiert.

Am Ende hatten sich alle Anstrengungen gelohnt und es war wieder eine gelungene Veranstaltung mit tausenden Besuchern.

Um 10 Uhr setzte sich der Festumzug am Markt in Putbus in Gang.

Die 40 Schaubilder präsentierten sich den Zuschauern, die mit Handys und Kameras den Umzug am Straßenrand verfolgten. Vor allem die geschmückten Kutschen und Erntewagen, alte und neue Technikfahrzeuge, Reiter und Musikkapellen zogen die Blicke der Gäste auf sich.

An der Festwiese angekommen, erwartete die Gäste ein Bauernmarkt, der wieder eine breite Palette regionaler kulinarischer Genüsse bot.

Es folgte ein buntes Programm, angefangen mit der ebenfalls traditionellen Tierschau.

An der Tierschau nahmen dieses Jahr 10 Kühe sowie 8 Kälber und Färsen teil.

Zuerst wurden die Jungzüchter bewertet und gerichtet. Dabei wurde nicht nur auf das korrekte Vorführen des Kalbes bzw. der Färse geachtet, sondern die Jungzüchter mussten auch einige Fragen zur Tierhaltung, Ernährung und Abstammung ihres Tieres beantworten.

Etwas Besonderes hatte sich der Rinderzucht- und Besamungsverein für den Wettkampf der Kühe um den Titel "Miss Rügen 2018" ausgedacht. Als Neuheit durften in diesem Jahr die Zuschauer die schönste Kuh wählen und somit den Titel "Miss Rügen 2018" vergeben.

Zum Abschluss gab es als weitere Besonderheit eine Melkvorführung im Ring. Diese wurde von erfahrenen Vorführern durchgeführt und fachlich kommentiert.

Anschließend konnten Verbraucher mit Erzeugern ins Gespräch kommen und die Gelegenheit nutzen, Fragen rund um die aktuelle Situation, aber auch das Leben auf dem Land und die Milchproduktion zu stellen.

Parallel dazu wurde die Alt- und Neutechnik des Festumzuges auf der Festwiese ausgestellt, den Besuchern vorgestellt und zugänglich gemacht. „Jung und Alt“ konnten sich hinter’s Steuer von Traktoren und Mähdreschern setzen und bekamen Antworten auf ihre Fragen.

Die Country-Musik der Band „KerboLine“ sowie das Programm der Rügener Kutschen sorgten trotz Regen für einen unterhaltsamen Nachmittag und rundeten unser Erntefest ab.

Großer Dank gilt allen Landwirtschaftsbetrieben, den fördernden und assoziierten Mitgliedern, Einzelmitgliedern, der Stadt Putbus sowie allen Händlern und Helfern, die uns bei der Vorbereitung und Durchführung unterstützt haben.

Wir hoffen auch im nächsten Jahr wieder auf die Unterstützung aller Mitglieder und sind dankbar für Ihre Hilfe aber auch Verbesserungsvorschläge jeglicher Art.

 

zur Bildergalerie

 


 

April 2018

Rügener Landwirte haben Großes erreicht

 

Vor rund einem Jahr wurden etwa 400 Flächeneigentümer und  -bewirtschafter darüber informiert, dass ihre Flächen in einem Suchfeld von 3.000 ha Ackerland für Kompensationsmaßnahmen für den Bau der Ostsee – Pipeline durch Nord Stream 2 vorgesehen sind. Es folgten Monate der Anspannung, des Kampfes und der Einwendungen gegen diese Maßnahme -  mit Erfolg!

Jetzt steht im Planfeststellungsbeschluss des Bergamtes, dass keine landwirtschaftlichen Nutzflächen für die Ausgleichsmaßnahmen benötigt werden.

Ein Erfolg für unsere Landwirte, der nur erreicht werden konnte durch den Zusammenhalt und die Solidarität sowie durch die vielen Unterstützer aus dem Berufsstand, aus der Bevölkerung und Partnern der Landwirtschaft.

Der Widerstand unserer Landwirte ist auch deshalb ein Erfolg, weil Nord Stream zusagte, in die Zusatzfilter der Kläranlagen von Bergen und Göhren, sowie Stralsund und Greifswald zu investieren.

Dadurch werden zukünftig bis zu 75 Tonnen Stickstoffeinträge vermieden.

Ein Erfolg, von dem unsere ganze Insel und die Regionen Stralsund und Greifswald profitieren.